wer die Absicht hat ein Geschäftsmodell auf Franchise-Basis zu betreiben, muß sich vorher sehr genau überlegen, welche Mittel er für die Franchisegebühr/Lizenz bereitstellen will. Dieses Geld sollte man nicht finanzieren müssen, denn es ist ja erst der Beginn der Ausgaben.
Sehr oft kann man mit dem Franchisegeber über die Franchisegebühr verhandeln. Das ist vor allem dann der Fall, wenn die Vita, also der berufliche bisherige Werdegang stimmt und zur Firmenkultur des Franchisegebers paßt.
Aber man braucht ja auch Produkte, ein Büro, eine Einrichtung oder ein Ladenlokal. Und dann sollte man nach Möglichkeit auch die ersten 12 Monate über die Runden kommen ohne daß man dabei das Girokonto überziehen muß.
Ein Franchise-Geschäftsmodell für sich als Lizenznehmer zu übernehmen ist zwar in der Regel eine erfolgreiche Sache, aber man muß auch in sein Geschäft investieren können und dieses Geld sollte man auf der hohen Kante haben.
Die beiden großen Fast-Food Ketten die es in unserem Land gibt, sind zwar eine "Lizenz zum Geld drucken", aber die Franchise-Gebühren sind auch saftig und dürften bei weit über einer Million liegen. Davon abgesehen muß man sich in eine "Warteschlange" einreihen. Selbst wenn man das Geld hätte, ist noch lange nicht gesagt, daß man auch eine Lizenz erhalten würde.
Wer öffentliche Fördermittel in Anspruch nehmen will, für den ist die erste Anlaufstelle immer die Hausbank, denn diese muss sie beantragen. Dabei spielt es keine Rolle ob ein nationaler Fördertopf in`s Auge gefaßt wird oder EU-Fördermittel.
Eine Info-Adresse findet Ihr hier unter Fördergelder-Info.
Achtung: auch private Investoren suchen sehr oft nach Möglichkeiten bei Existenzgründern ihr Geld zu investieren. Sie agieren hierbei als "stille Teilhaber" ohne selbst mitarbeiten zu wollen. Private Investoren haben nur ihre Rendite im Auge und bei guten Ideen kommt das Geld dann schneller und unkomplizierter als bei den Banken. Aber auch sie prüfen die Idee auf Herz und Nieren. Niemand hat etwas zu verschenken.
als Franchisegeber. Hier gilt im Grundsatz, daß man für die eigene Idee nichts bezahlen muß. Man spart also die Franchise-Gebühr, bzw. die Franchise-Lizenzgebühr.
Dafür hat man allerdings andere "Anlaufkosten." Zum Beispiel eine Unternehmungsberatung für eine umfassende Marktanalyse. Hier muß man mit Beträgen von bis zu 30 Tsd Euro je nach Aufwand rechnen.
Diese Unternehmensberater suchen auf Wunsch auch gleich die entsprechenden Vertriebspartner, oder auch Franchisenehmer, bzw. Lizenznehmer.
Wenn Sie ein bestimmtes Produkt vertreiben wollen, suchen diese Unternehmensberater auch nach Wegen dieses Produkt herstellen zu lassen. Taiwan, China oder auch in unseren östlichen Nachbarländern, oder direkt bei uns.
Auf diese Weise kann man zum Beispiel ein Produkt kostengünstig herstellen lassen und über das eigene Franchising-Unternehmen vertreiben. Ein gutes Beispiel hierfür sind die "Brillen-Filialisten" bei uns. Man verdient an den Brillengläsern ebenso wie an den Brillenfassungen.
Die entsprechenden Kontakte werden entweder über Messen vermittelt, oder eben auch über diese Unternehmensberater. Auch hier geht es also nicht ohne einen gewissen finanziellen Background. Gute Ideen gibt es viele, aber nur die wenigsten können ihre Ideen auch erfolgreich umsetzen.
Der Franchising-Markt hilft hier. Er ist groß und er ist erfolgreich. Er vereint Herstellung und Vertrieb.
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